Die Unmoralische
Aphorismen sind geistige Vitaminpillen: Einnahme beliebig, keine schädlichen Nebenwirkungen.
(Lothar Schmidt)
 
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Zitate 23




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Zitate und Aphorismen, Teil 23




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Der wahre Charakter eines Armen offenbart sich erst dann, wenn er reich geworden ist.
(Ernst R. Hauschka, deutscher Aphoristiker, *1926)

Gegensätze ziehen sich an - z.B. arme Mädchen und reiche Männer.
(Jayne Mansfield, amerikanische Schauspielerin, 1933-1967)

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muß auch mit der Justiz rechnen.
(Dieter Hildebrandt, dt. Kaberettist, *1927)

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
(Lucius Annaeus Seneca, römischer Philosoph, 4-65 n.Chr.)

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Der Engländer liebt das Gefühl, daß er über sich selbst lachen kann. Er tut das aber nur, um den andern die Freude zu nehmen, über ihn zu lachen.
(Sir Peter Ustinov, engl. Schauspieler und Schriftsteller, *1921)

Es gibt Leute, deren Herzen gerade in dem Grad einschrumpfen, als ihre Geldbörsen sich erweitern.
(Aldous Huxley, engl. Dichter, 1894-1963)

Deserteure müßte man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.
(Charles Maurice de Talleyrand, französischer Politiker, 1754-1838)

Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

Ein Gentleman ist ein Mann, der eine Frau so lange beschützt, bis er mit ihr allein ist.
(Peter Sellers, englischer Schauspieler, 1925-1980)

Die Vorliebe der Männer für Vollbärte hängt mit der Emanzipierung der Frau zusammen. Denn beim Vollbart kommt auch die emanzipierteste Frau nicht mit.
(George Hamilton, amerikan. Schauspieler, *1939)

Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten, wenn sie zueinander bloß 'Guten Morgen' sagen.
(Jean-Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)

Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.
(Voltaire, französischer Schriftsteller, 1694-1778)

Freiheit ist zu sagen, dass 2+2 vier ist.
(unbekannt)

Viele Menschen fliehen in die Diktatur, weil es guter Nerven bedarf, die Demokratie zu ertragen.
(Hans Habe, deutscher Publizist u. Schriftsteller, 1911-1977)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann, österr. Philosophin u. Lyrikerin, 1926-1973)

Bei uns sind diejenigen, die als moralische Leuchten gelten, Menschen, die selber auf gewöhnliche Freuden verzichten und, um sich schadlos zu halten, anderen die Freude verderben.
(Bertrand Russell, englischer Philosoph und Nobelpreisträger, 1872-1970)

Es ist mir nicht gelungen, den Feminismus zu definieren. Alles, was ich weiß, ist dies: Ich werde von Leuten als Feministin bezeichnet, wenn ich mich nicht mit einem Abtreter verwechseln lasse.
(Rebecca West, engl. Schriftstellerin, 1892-1983)

Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen.
(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Das Argument gleicht dem Schuß einer Armbrust - es ist gleichermassen wirksam, ob ein Riese oder ein Zwerg geschossen hat.
(Francis Bacon, engl. Staatsmann u. Philosoph, 1561-1626)

Am leichtesten trifft man Leute, denen man aus dem Weg gehen will.
(Lothar Schmidt, deutscher Politologe und Schriftsteller)

Antiquitäten sind der Kitsch von vorgestern zu den Preisen von heute.
(Jaques Tati, frz. Schauspieler, 1908-1982)

Schlagersänger sind junge Männer, die bei Stromausfall keine Sänger mehr sind.
(Danny Kaye, amerikanischer Filmschauspieler, 1913-1987)

Wer lügt, hat die Wahrheit immerhin gedacht.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Es ist das Los der Menschheit, dass die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen.
(Johann Heinrich Pestalozzi, schweizer Erzieher u. Sozialreformer, 1746-1827)

Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse.
(Voltaire, französischer Schriftsteller, 1694-1778)

Fallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben.
(Demokrit, griech. Philosoph, 460-370 v. Chr.)

Auf der untersten Sprosse der Erfolgsleiter ist die Unfallgefahr am geringsten.
(Rupert Schützbach)

Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.
(Albert Schweitzer, dt. Arzt, Theologe und Nobelpreisträger, 1875-1965)

Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere.
(Gerhard Hauptmann, dt. Dichter, 1862-1946)

Eitelkeit ist der Wunsch, bei dem, was man tut, gesehen zu werden.
(Heide Simonis, deutsche Politikerin, *1943)

Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.
(Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Dichter, 1729-1781)

Der moderne Mensch hat ein neues Laster erfunden: Die Schnelligkeit.
(Aldous Huxley, englischer Dichter, 1894-1963)

Was braucht man, um erfolgreich zu sein? Unwissenheit und Selbstvertrauen.
(Mark Twain, amerik. Schriftsteller, 1835-1903)

Wie viel Mühe kostet die Niederschlagung und Verhütung von Aufständen: Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Gefängnisse, Verbannungen, Militär. Und wie leicht sind die Ursachen für Aufstände zu beseitigen!
(Leo Tolstoj, russischer Schriftsteller, 1828-1910)

Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche draufrollen.
(Albert Schweitzer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)

Deine schlimmsten Feinde sind keineswegs die Leute, die anderer Ansicht, sondern die der gleichen sind wie du, aber aus verschiedenen Gründen, aus Vorsicht, Rechthaberei, Feigheit verhindert sind, sich zu dieser Ansicht zu bekennen.
(Arthur Schnitzler, österreichischer Schriftsteller, 1862-1931)

Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.
(Walter Scheel, deutscher Politiker, *1919)

Manche Menschen sprechen aus Erfahrung, andere sprechen aus Erfahrung nicht.
(Christopher Mortey)

Angst ist die Hauptquelle des Aberglaubens und eine der Hauptquellen der Grausamkeit.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph und Sozialkritiker, 1872-1970)

Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen.
(Francis Bacon, engl. Staatsmann u. Philosoph, 1561-1626)

Eines sollten Sie sich nehmen und lassen, und nicht nehmen lassen: Zeit.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)

Nur der Schweigende hört.
(Josef Pieper)

Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.
(Jean-Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)

Skepsis ist wie die Opposition im Parlament. Sie ist ebenso wohltätig wie notwendig.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

Wenn jemand eine Theorie akzeptiert, führt er erbitterte Nachhutgefechte gegen die Tatsachen.
(Jean-Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)

Enthaltsamkeit rächt sich immer. Bei dem einen erzeugt sie Pusteln, beim anderen Sexualgesetze.
(Karl Kraus, österreichischer Schriftsteller, 1874-1936)

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Karl Kraus für Gestresste
Aphorismen aus der Feder des bekannten österreichischen Schriftstellers, 137 S.

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Politiker zu kaufen ist altmodisch; in der modernen Demokratie kauft man Wähler.
(Johannes Gross, deutscher Publizist, 1932-1999)

Für die Frau ist die Ehe immer ein Lotteriespiel. Für den Mann beginnt mit der Heirat der unwiderrufliche Abstieg.
(Frank Sinatra, amerikan. Filmschauspieler u. Sänger, 1915-1998)

Man läßt sich nichts vormachen. Das macht man selber.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)

Die Geschichte wiederholt sich, wenn auch nicht so oft wie das Fernsehen.
(Lothar Schmidt, deutscher Politologe und Schriftsteller)

Eine richtige Frau wirkt voll bekleidet auf einen Mann anziehender als ein nacktes Weib.
(Romy Schneider, österr. Schauspielerin, 1938-1982)

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
(Albert Schweitzer, ev. Theologe, Arzt u. Philosoph, 1875-1965)

Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der Ablehnung.
(Robert Lembke, deutscher Journalist, 1913-1989)

Höflichkeit ist der Sicherheitsabstand, den vernünftige Menschen einhalten.
(Maurice Chevalier, französischer Sänger & Schauspieler, 1888-1972)

Zuviel plauschen die Weiber erst, wenn sie alt sind. Wenn sie jung sind, verschweigen sie einem zuviel.
(Johann Nepomuk Nestroy,, österr. Komödiendichter & Schauspieler, 1801-1862)

Für jedes menschliche Problem gibt es immer eine einfache Lösung: klar, einleuchtend und falsch.
(Henry Louis Mencken, amerikanischer Journalist & Schriftsteller, 1880-1956)

'Einen Weißen? ... Aber das ist fürchterlich!" - "Nicht fürchterlicher, als wenn man einen Schwarzen verkauft. Mensch ist Mensch.'
(Karl May, dt. Jugendschriftsteller, 1842-1912, 'Waldröschen')

Für das Wohlbefinden einer Frau sind bewundernde Männerblicke wichtiger als Kalorien und Medikamente.
(Francoise Sagan, französische Schauspielerin, *1935)

Mysterien sind weiblich; sie verhüllen sich gern, aber sie wollen doch gesehen und erraten sein.
(Friedrich von Schlegel, dt. Dichter u. Kritiker, 1772-1828)

Es ist schwierig, Menschen hinters Licht zu führen, sobald es ihnen aufgegangen ist.
(Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller, 1873-1955)

Es gibt keinen besseren Reiseführer als das Scheckbuch.
(Heinz Drache, deutscher Schauspieler, *1923)

Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kunden nur raten, Efeu zu pflanzen.
(George Sand, eigentl. Amandine-Aurore-Lucie Gräfin de Dudevant, frz. Schriftstellerin, 1804-1876)

Luxus ist die teuerste Form von Primitivität.
(Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller, 1921-1988)

Erfolg bei Frauen ist oft der Anlass übler Nachrede.
(Walter Hasenclever, dt. Schriftsteller, 1890-1940)

Lerne nicht, um zu zerstören, sondern lerne, um aufzubauen.
(Sprichwort aus Usbekistan)

Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden; ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Patienten mit Herzrhythmus-Störungen kann künftig die Fahrerlaubnis schneller entzogen werden. Doch als Hausarzt sollten Sie es tunlichst unterlassen, derartige Leiden zu begutachten. Denn des Deutschen liebstes Kind ist das Auto. Verliert auch nur einer Ihrer Patienten wegen Ihres Gutachtens den Führerschein, verlieren Sie auf einen Schlag viel Kundschaft.
(Bericht der Ärztezeitschrift «Ärztliche Praxis» aus Gräfelfing unter der Überschrift «Patient fahruntüchtig? Bloß nicht begutachten!»)




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(C) Markus Gansel
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