Die Unmoralische
Aphorismus: Weisheit, vorverdaut und wiedergekäut.
(Ambrose Bierce)
 
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Zitate 6




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Zitate, Aphorismen und Bonmots , Teil 6



Es wird wohl immer - davon kann man ausgehen - die Notwendigkeit für ein bestimmtes Maß an Verkaufstätigkeit geben. Doch das Ziel des Marketing ist es, den Verkauf überflüssig zu machen. Das Ziel des Marketings ist es, den Kunden so gut zu kennen und zu verstehen, daß ihm das Produkt oder die Dienstleistung angemessen ist und sich von selbst verkauft. Im Idealfall sollte das Marketing zum Kunden führen, der zum Kauf bereit ist. Dann müßte dem Kunden nur noch das Produkt bereitgestellt werden.
(Peter Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Man muß viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen.
(Simon-Theodore Jouffroy, franz. Phil., 1796-1842)

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Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.
(Graf Chesterfield, brit. Staatsmann & Politiker, 1694-1773)

Was alle erfolgreichen Menschen miteinander verbindet, ist die Fähigkeit, den Graben zwischen Entschluß und Ausführung äußerst schmal zu halten.
(Peter F. Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Das Mädel ist schön, schlank, führt einen netten Fuß. Unterm Dach mag's aussehen, wie's will. Darüber guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn's der liebe Gott Parterre nicht hat fehlen lassen.
(Schiller, Kabale und Liebe)

Wer auf Grund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel mißt.
(Seneca, röm. Philosoph, 4-65 n.Chr.)

Das höchste Glück des Lebens besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.
(Victor Hugo, franz. Schriftst., 1802-1885)

Eine Kleinstadt ist eine Stadt, in der die wichtigsten Lokalnachrichten nicht gedruckt, sondern gesprochen werden.
(Jaques Tati, frz. Schauspieler, 1908-1982)

Wie soll einer, der das Häßliche nicht kennt, wissen, was schön ist?
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals an ihr. Aber die anderen leiden.
(Paul-Henri Spaak, sozialistischer Politiker, 1899-1972)

Staatsmänner und schöne Frauen haben kein Gefühl für ihren allmählichen Verfall.
(Lord Chesterfield, brit. Staatsmann & Politiker, 1694-1773)

Mit drei Prozent Zinsen versucht die Bank mein Kapital zu beleidigen.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Der gewöhnliche Kopf ist immer der herrschenden Meinung und der herrschenden Mode konform.
(C. Lichtenberg, dt. Physiker u. Schriftst., 1742-1799, Philosophische Bemerkungen)

Schönheit sollte besteuert werden, und jede schöne Frau sollte ihre Steuer selbst festsetzen. Eine solche Steuer würde gerne gezahlt und hätte die besten Wirkungen.
(Dean Swift)

Es kommt nicht drauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Im Schatten eines mächtigen Baumes gedeihen keine saftigen Früchte.
(Sprichwort)

Es gibt zwei Arten von Narren. Die einen sagen: "Das war schon immer so, und deshalb ist es gut!" Und die anderen sagen: "Das ist neu, und deshalb ist es besser."
(unbekannt)

Wer seinen Mund nicht halten kann, der wird auch sein Wort nicht halten.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Gut zurechtgemacht fürs Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr Zuhause bliebe.
(Olga Tschechowa, Schauspielerin, 1897-1982)

Schön ist dasjenige, was ohne Interesse gefällt.
(I. Kant, dt. Philosoph, 1724-1804)

Erst das Böse gibt dem Guten seine Leuchtkraft.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Wir sind Diplomaten. Das heißt: Wenn wir sagen, was wir denken, haben wir uns versprochen.
(Henry Morton Robinson, amerik. Schriftsteller, 1898-1968, Der Kardinal)

Um einen Staat zu beurteilen, muß man seine Gefängnisse von innen ansehen.
(Leo Tolstoi, russ. Schriftsteller, 1828-1910)

Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?
(La Rochefoucauld, frz. Schriftstelller, 1813-1860)

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Französische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort.
Dieser Band enthält die Aphorismensammlungen von La Rochefoucauld, Chamfort und Vauvenargues. 712 Seiten.

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Der Himmel ist nicht an einem bestimmten Ort. Der Himmel ist überall dort, wo Harmonie ist.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Der hundertprozentige Amerikaner ist ein neunzigprozentiger Idiot.
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen.
(August Strindberg, schwedischer Dichter, 1849-1912)

Wenn Du wünscht, daß ein anderer Dein Geheimnis bewahre, dann bewahre es zuerst selbst.
(unbekannt)

Marketing ist zu wichtig, um es allein der Marketingabteilung zu überlassen.
(Dave Packard von Hewlett-Packard)

Mord und Todesstrafe sind nicht Gegensätze, die einander aufheben, sondern Ebenbilder, die ihre Art fortpflanzen.
(George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität Es ist nie daran zu denken, daß die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)

Warum ich dritte Klasse reise, fragen sie? - Weil es auf diesem Schiff keine vierte Klasse gibt.
(Dagobert Duck)

Jede neue Mode wird zuerst von den Frauen aufgegriffen, für die sie nicht geeignet ist.
(unbekannt)

Kaum hat der Esel ein paar Streifen, schon nennt er sich Zebra.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Ein Geschenk ist genau soviel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist.
(Thyde Monnier, eig. Mathilde, 1887-1967)

Bildschöne Frauen sind selten charmant, weil sie es nicht nötig haben, charmant zu sein.
(unbekannt)

Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.
(Konfuzius, chin. Phil., 551-479 v.Chr.)

Mode ist die Uniform der Zivilisten.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Alle Menschen sind sterblich.
Sokrates war sterblich.
Daher sind alle Menschen Sokrates.
(Woody Allen, amerikan. Schauspieler u. Regisseur, *1935)

Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten, noch vor dem Kaiser kriechen.
(Benjamin Franklin, amerikan. Staatsmann, Schriftsteller u. Wissenschaftler, 1706-1790)

Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach.
(Theodor Adorno, dt. Philosoph u. Soziologe, 1909-1969)

Die Damen, die sich gerne schminken,
die lassen sich wohl selbst bedünken,
daß die Natur an ihren Gaben
muß etwas übersehen haben.
(Logau, Geschminkte Weiber)

Wer sich frei entfalten will, muß viele Ratschläge in den Wind schlagen können.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Die Guillotine ist eine Maschine, die den Kopf im Handumdrehen entfernt und das Opfer nichts anderes spüren läßt als ein Gefühl erfrischender Kühle.
(Dr. Ignace Guillotin, frz. Arzt, 1738-1814)

Die öffentliche Meinung, auf die die Zeitungen sich berufen, ist die Meinung derer, die sie aus den Zeitungen beziehen.
(Helmut Arntzen, dt. Bibliothekar, Schriftsteller u. Aphoristiker, *1931)

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Perversitäten und Pornographie sind bis zu einer gewissen Grenze Aufrichtigkeit, aber wer bestimmt diese Grenze?
(Max Schwarz)

Das hab ich schon mal gemacht, das brauch ich nicht noch mal machen.
(Joachim Kitzman)

Hart war sein Schädel, weich sein Hirn.
(Hans Leopold Davi)

Ignoranz ist nicht wissen, sondern nicht wissen wollen.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie 'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine Dame.
(Talleyrand, frz. Staatsmann u. Diplomat, 1754-1838)

Image - Persönlichkeit in Pulverform (instant personality). Sofort fertig, sofort vergessen.
(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)

Man möchte zuweilen ein Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen sondern um ihn auszukotzen.
(E.M. Ciovan)

Morgen ist auch ein Tag, sagt der Optimist.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf lange Erfahrung gründet.

Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht.
(Carlo Levi, italien. Arzt u. Schriftsteller, 1902-1975)

Die beste Methode, einen Narren von seinem Irrtum zu überzeugen, besteht darin, ihn seine Dummheit ausführen zu lassen.
(unbekannt)

Trinke, wenn du glücklich bist, niemals wenn du unglücklich bist.
(Gilbert K. Chesterton, engl. Schriftsteller, 1874-1936)

Kein Kunde kauft jemals ein Erzeugnis. Er kauft immer das, was das Erzeugnis für ihn leistet.
(Peter F. Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Gehe mit Menschen um wie mit Holz! Nur weil ein Stückchen wurmstichig ist, würdest du nie den ganzen Stamm wegwerfen.
(Aus China)

Denken ist oft schwerer, als man denkt.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr als der Dumme vom Klugen.
(P. Rosegger, österr. Schriftsteller, 1843-1918, Heimgärtners Tagebuch)

Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.
(Werner Finck, dt. Kaberettist & Schauspieler, 1902-78)

Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen.
(Chinesisches Sprichwort)

Daß man einem Wasser nicht auf den Grund blicken kann, beweist noch nicht, daß es tief ist.
(Egon Friedel, österr. Philosoph, Kabarettist u. Theaterkritiker, 1878-1938)




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