Die Unmoralische
Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
(Theodor Fontane)
 
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Zitate 7




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Zitate, Aphorismen und Bonmots , Teil 7



Eine schöne Menschenseele zu finden ist Gewinn.
(Johann Gottfried von Herder, dt. Philosoph, 1744-1803)

Nichts macht mir so viel Arbeit wie der Entschluss zu arbeiten.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Die Ehe ist eine obszöne Einrichtung zur Ausbeutung der Männer.
(Esther Vilar, dt. Schriftstellerin argentinischer Herkunft, *1935)

Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schießen damit.
(Gerhard Imunbiologe u. Aphoristiker, *1929)

Das ist seltsam, daß Männer, die sich für Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.
(Lukian, altgr. Schriftsteller, 120-180 n. Chr.)

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Die kürzesten Wörter, nämlich ja und nein, erfordern das meiste Nachdenken.
(Pythagoras, griech. Philosoph, um 570 - 497/496 v. Chr.)

Um Geld verachten zu können, muß man es haben.
(Kurt Götz, dt. Schauspieler & Schriftsteller, 1888-1960)

Wer nicht zu sich selbst steht, verliert sich am Beispiel anderer.
(Hans Arndt, dt. Schriftst. u. Aphoristiker, *1911)

Am meisten freut man sich über den guten Ruf, den man nicht verdient hat.
(Francoise Sagan, französische Schriftstellerin, *1935)

In den verdorbensten Staaten gibt es die meisten Gesetze.
(Tacitus, röm. Geschichtsschreiber, 55 v. Chr.)

Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.
(Sir Isaac Newton, engl. Physiker, 1643-1727)

Sterben kann gar nicht so schwer sein - bisher hat es noch jeder geschafft.
(Norman Mailer, amerikan. Schriftsteller, *1923)

Die Ehe ist eine lange Mahlzeit, die mit dem Dessert beginnt.
(Henri Toulouse-Lautrec, frz. Maler u. Graphiker, 1864-1901)

Abnehmen ist ganzfach: Man darf nur Appetit auf Dinge bekommen, die man nicht mag.
(Jane Russel, amerikan. Schauspielerin, *1921)

Irische Männer sind die einzigen auf der Welt, die über ein Dutzend nackte Frauen hinwegsteigen würden, um zu einer Flasche Bier zu kommen.
(unbekannt)

Das Rezept für Gelassenheit ist ganz einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die sich nicht zu ändern sind.
(Helen Vita, dt. Chansonsängerin u. Kabarettistin, 1928-2001)

Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch damit, daß er sich entwickelt, daß er gescheiter ist als gestern.
(Jonathan Swift, irisch-engl. Schriftst., 1667-1745)

Aus seinem inneren Wesen heraus muß der Verkäufer dem Kunden als Mensch Achtung und Interesse entgegenbringen - und nicht nur das Interesse, das man an einem Geldautomaten hat, den man ausnehmen will.
(Paul Sherlock, Unternehmen als Kunden)

Die wahre Beredsamkeit besteht darin, das zu sagen, was zur Sache gehört, und eben nur das.
(Francois de La Rochefoucauld, frz. Schriftsteller, 1613-1680)

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Französische Moralisten. La Rochefoucauld, Vauvenargues, Montesquieu, Chamfort.
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Aufklärung nennt man den Vorgang, bei dem ein Erwachsener mit Hilfe aller seiner Kenntnisse den Kindern ein Viertel von dem erzählt, was sie schon wissen.
(Wolfgang Herbst, dt. Aphoristiker und Schriftsteller, *1925)

Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.
(Matthias Claudius, dt. Dichter, 1740-1815)

Als er sich endlich eine Position geschaffen hatte, die es ihm ermöglichte, alles zu sagen, was er dachte, dachte er nur noch an seine Position.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.
(Jean-Jaques Rosseau, schw.-frz. Philosoph, 1712-1778)

Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

Jedem kann es mal passieren, daß er Unsinn redet, schlimm wird es erst, wenn er es feierlich tut.
(Michel de Montaigne, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1533-1592)

Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

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Stanislaw Jerzy Lec - Sämtliche unfrisierte Gedanken.
Sämtliche Aphorismen des brillanten polnischen Satirikers Stanislaw Jerzy Lec. Dazu Prosa und Gedichte.

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Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.
(William Sommerset Maugham, engl. Schriftsteller 1874-1965)

Der moderne Mensch betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)

Der Mensch leidet an einer fatalen Spätzündung: Er begreift alles erst in der nächsten Generation.
(Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

Alle Menschen sind klug; die einen vorher, die anderen nachher.
(Chinesisches Sprichwort)

Die Menschen von heute wünschen das Leben von übermorgen zu den Preisen von vorgestern.
(Tennessee Williams, amerikan. Schriftsteller, 1911-1983)

Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903)

Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
(Clemens von Brentano, dt. Dichter, 1778-1842)

Man hat einen Menschen noch lange nicht bekehrt, wenn man ihn zum Schweigen gebracht hat.
(John Morley of Blackburn, brit. Historiker und Politiker, 1838-1923)

Sollten die VW-Bosse wirklich den Zuschlag (für Rolls Royce) erhalten, dann müßten sie zumindest ihren Werbeslogan variieren. 'Er läuft und läuft und läuft' lautet beim 25-Liter Spritfresser dann: 'Er säuft und säuft und säuft...'
(Thomas Bartel)

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Das ist eines der tragischen Mißverständnisse unserer Zeit: Wir glauben, wenn etwas unzweifelhaft als falsch bewiesen ist, müsse das Gegenteil richtig sein.
(Salvador de Madariaga y Rojo, span. Schriftsteller, 1886-1978)

Diejenigen fürchten das Pulver am meisten, die es nicht erfunden haben.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)

Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der Vorteil aufhört.
(Haile Selassie I., äthopischer König und Kaiser, 1892-1975)

Moral ist, wenn man so lebt, daß es gar keinen Spaß macht, so zu leben.
(Edith Piaf, frz. Chansonsängerin, 1915-1963)

Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.
(Ralph Waldo Emerson, amerikan. Philosoph, 1803-1882)

Nicht Cannabis ist ein Risiko für die Gesellschaft, sondern seine Unterdrückung.
('Lancet', brit. Ärzteblatt)

Brüllt ein Mann, ist er dynamisch. Brüllt eine Frau, ist sie hysterisch.
(Hildegard Knef, dt. Schauspielerin, 1925-2002)

Früher hatten die Menschen Angst vor der Zukunft. Heute muß die Zukunft Angst vor den Menschen haben.
(Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936)

Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.
(unbekannt)

Das Übel kommt nicht von der Technik, sondern von denen, die sie mißbrauchen - mutwillig oder auch nur fahrlässig.
(Jacques Yves Cousteau, frz. Meeresforscher, 1910-1997)

ARD: Behörde mit angeschlossenem Sender
(H. Krüger)

Beharrlichkeit wird zuweilen mit Eigensinn verwechselt.
(August von Kotzebue, dt. Schriftsteller, 1761-1819)

Das hat der liebe Gott nicht gut gemacht. Allen Dingen hat er Grenzen gesetzt, nur nicht der Dummheit.
(Konrad Adenauer, dt. Bundeskanzler, 1876-1967)

Ein Mensch, der nichts gelernt hat, altert wie ein Ochse. Sein Fleisch nimmt zu, sein Wissen nicht.
(Anagărika Dharmapăla, Buddhist, 1864-1933)

Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte.
(Berthold Auerbach, dt. Schriftsteller, 1812-1882)

Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Laden schliessen.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Der Wechsel allein ist das Beständige.
(A. Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist ein Laster. Wissen, aber sich dem Nichtwissenden gleich verhalten, ist Weisheit.
(chinesisches Sprichwort)

Das schöne Gefühl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv, wie das Scheißgefühl, kein Geld zu haben.
(Herbert Achternbusch, dt. Schriftst. u. Schauspieler, *1938)

Es ist merkwürdig, wie fern ein Unglück ist, wenn es uns nicht selbst betrifft.
(John Steinbeck, amerikan. Schriftsteller, 1902-1968)

Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht, werfen selbst Zwerge große Schatten.
(Karl Kraus, österr. Schriftst., 1847-1936)

Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.
(Henry Ford, amerik. Industrieller, 1863-1947)

Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
(Isaac Newton, engl. Physiker u. Mathematiker, 1643-1727)

Menschen kann man nicht besitzen. Man muß sie immer wieder neu gewinnen.
(Bruno Frank, dt. Schriftsteller, 1885-1945)

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu versengen.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker und Schriftsteller, 1742-1799)

Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte.
(Berthold Auerbach, dt. Schriftsteller, 1812-1882)

Geld allein macht nicht unglücklich.
(Peter Falk, amerikan. Schauspieler)

Der Krieg ist in waschendem Umfang kein Kampf mehr, sondern ein Ausrotten durch Technik.
(Karl Jaspers, dt. Philosoph, 1883-1969)

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.
(Henry L. Mencken, amerikan. Kritiker, 1890-1956)

Aschenhaufen haben es gern, wenn man sie für erloschene Vulkane hält.
(Wieslaw Bruzinski, polnischer Aphoristiker, *1920)

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.
(Jean de la Bruyére, frz. Schriftsteller, 1645-1696)

Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Spice Girls und einem Pornofilm. Ein Pornofilm hat die bessere Musik.
(Phil Spector, britischer Musikproduzent)

Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.
(Seneca, röm. Philosoph, 4-65 n.Chr.)

Ein freier Mensch ist einer, der sich wenigstens seiner Unfreiheit bewußt geworden ist.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Persönlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte.
(Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874-1965)

Behüte uns Gott vor den schlimmsten Menschen, die es gibt, den Korrekten.
(Paul de Lagrade, dt. Orientalist u. Philosoph, 1827-1891)

Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
(Paul Valéry, franz. Schriftsteller, 1871-1945)

Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, daß man nichts genossen hat.
(Giovanni Boccaccio, ital. Dichter, 1313-1375)

Wir machen Fehler aus Versehen. Die anderen - aus Dummheit.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto grösser wird er.
(Martin Luther, dt. Reformator, 1483-1546)

Die Ehe ist eine lebenslange Doppelhaft ohne Bewährung.
(Jean-Paul Sartre, frz. Philosoph, 1905-1980)

Professoren, Huren und Tänzerinnen kann man überall für Geld haben. Sie gehen dorthin, wo man ihnen einige Groschen mehr bietet.
(Ernst August von Hannover)

Viele klagen über ihr schwaches Gedächnis, aber nur wenige über ihren schwachen Verstand.
(Anonymus)

Geld ist nicht alles. Ein Mann mit 20 Millionen kann genauso glücklich sein wie ein Mann mit 21 Millionen.
(J. Gleason)

Das meiste, was wir als Führung bezeichnen, besteht darin, den Mitarbeitern die Arbeit zu erschweren.
(Peter Drucker, amerikan. Managementprofessor)

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
(Gabriel Laub, tschechischer Schriftst. u. Satiriker, *1928)

Der größte Genuß im Leben ist, das zu tun, von dem die Leute sagen, daß du es nicht tun kannst.
(Walter Bagehot, engl. Publizist, Literat, Ökonom u. polit. Schriftsteller)




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(C) Markus Gansel
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